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"Holz ist ein einsilbiges Wort . . ."

 

aber dahinter verbirgt sich eine Welt voller Märchen und Wunder."

 

Dies sagte einst Theodor Heuss, erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Wahrscheinlich meinte er damit mehr den Zauber des Waldes als den Rohstoff Holz selbst. Allerdings hat gerade dieser Rohstoff im Zeichen des bereits eingetretenen Klimawandels geradezu märchenhafte Eigenschaften.

 

Die Wälder des Sauerlandes binden Millionen Tonnen Kohlendioxid und verwandeln es in einen Rohstoff, ohne den unsere Zivilisation nicht vorstellbar wäre, und dessen energetische Nutzung wegen seiner CO2-neutralen Produktion zur zeit eine ungeahnte Renaissance erfährt.

 

Rund zwei Drittel der Naturparkfläche sind Wald. In der Baumartenverteilung dominieren die Nadelhölzer, allen voran die Fichte (ca. 60 %). Sie gilt auf Grund der besonderen Besitzverhältnisse als "Brotbaum" des Sauerlandes. Durch den Orkan "Kyrill" im Januar 2007 hat das Waldbild des Naturparks jedoch vielerorts einen gravierenden Wandel erfahren.

 

Der größte Teil des Waldes befindet sich, wie auch sonst allgemein in NRW, in Privatbesitz. Bei den Eigentümern handelt es sich zumeist um bäuerliche Betriebe, deren wirtschaftliche Existenz ohne das Einkommen aus dem Wald in vielen Fällen kaum denkbar ist. Durch den Zusammenschluss in Forstbetriebsgemeinschaften können diese Waldbesitzer die strukturellen Nachteile wie die ungünstige Parzellenausformungen oder allgemein geringe Betriebsgrößen zumindest teilweise ausgleichen.

 

Eine besondere Form des Waldbesitzes stellen die vor allem im Süden des Naturparks verbreiteten Waldgenossenschaften dar. In diesen 1810 per Dekret nach Siegerländer Vorbild gegründeten und bis zu 400 ha großen Gebilden, nennen die einzelnen Mitglieder keine konkreten Flurstücke ihr eigen, sondern besitzen ideelle Anteile.

 

Der jährliche Holzeinschlag in den Wäldern des Naturparks beläuft sich auf rund 250.000 Kubikmeter, von denen nach wie vor ein nicht unerheblicher Teil in lokalen Sägewerken zu Schnittholz verarbeitet wird.

 

Die Vermarktung erfolgt überwiegend über die Regionalforstämter "Märkisches Sauerland" in Lüdenscheid und "Kurkölnisches Sauerland" in Olpe bzw. seit dem Jahr 2006 auch über bäuerliche Selbstvermarktungsorganisationen, die Forstwirtschaftlichen Vereinigungen.

 

Heute in aller Munde, ist der Begriff "Nachhaltigkeit" eigentlich eine Erfindung der Forstwirtschaft und bereits mehr als 300 Jahre alt. War der Nachhaltigkeitsbegriff anfangs rein auf den Holzertrag ausgerichtet, so erkannten fortschrittliche Forstleute bereits Ende des 19. Jahrhunderts, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit viel umfassender interpretiert werden musste. Wenngleich auch heute noch manche Waldstrukturen deutliche Merkmale eines vorrangig auf Holzertrag ausgerichteten Nachhaltigkeitsgedankens zeigen, so ist ein umfassendes Nachhaltigkeitsverständnis dennoch nahezu Allgemeingut mitteleuropäischer Forstwirtschaft geworden. Dies kommt nicht zuletzt in der freiwilligen Unterwerfung der meisten Forstbetriebe unter Zertifizierungsnormen wie dem PEFC- oder dem FSC-Gütesiegel zu Ausdruck.

 

 

 

Wissenswertes

 

Baum des Jahres 2012:

Die Europäische Lärche

 

Die wichtigsten Waldbaumarten im Naturpark

(Eigenschaften, Verwendung):

 

Fichte

Lärche

Kiefer

Buche

Eiche

Ahorn

Kirsche

Birke

Erle

Hainbuche

 

Holz und Klima:

Der Wald als CO2-Speicher

 

Holzernte und -verwendung:

Holzernte im Wald

Holzverwertung im Sägewerk

 

 

Unterhaltsames       

 

"Mit dem Verstand ist es wie mit dem Holzwurm, je tiefer er bohrt, desto dunkler wird es."

 

Norwegisches Sprichwort

 

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