Naturpark

Ebbegebirge

Blick vom Rothenstein (Ebbekamm) über den südwestlichen Teil des Naturparks

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Berge, Wälder, Wiesen und mehr

 

Das Sauerland ist nicht nur das Land der tausend Berge und tiefer Wälder. Es ist auch das Land heiterer Wiesentäler, weiter Rundblicke und - vor allem im Naturpark Ebbegebirge - das Land wunderschöner Seen.

 

Sieben unterschiedliche Naturräume verleihen dem Naturpark seine landschaftliche Vielfalt:

 

 

 

Nordhelle (663 m ü. NN)Der Naturpark verdankt seinen Namen dem breiten, sich keilförmig von Südwesten nach Nordosten ziehenden Höhenrücken des Ebbe. Dieser setzt sich, unterbrochen vom tief eingekerbten Lennetal im nordwestlich anschließenden Homert-Rücken fort (übrigens Namensgeber für den Naturpark Homert). Die höchste Erhebung des Ebbegebirges ist die Nordhelle im Südwesten mit 663 m ü. NN. Nach Norden fällt der zumeist dicht mit Fichten- und Buchenbeständen bewaldete Höhenzug überwiegend steil bis schroff in Richtung Verse- und Ebbe-Tal ab. Landwirtschaftlich genutzte Flächen, in der Regel Grünland,  finden sich fast ausschließlich in den Tälern der größeren Bäche. Unter diesen wurden Verse, Fürwigge und Ebbebach zu Talsperren aufgestaut. Zu den Besonderheiten dieses Landschaftsraums zählen mehrere als Naturschutzgebiete ausgewiesene Hangquellmoore an den Südhängen des Ebbekamms. Sie sind Teil des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000 (FFH-Gebiete).

 

Nördlich des Ebbekamms schließt sich die Lüdenscheider Mulde an, eine zwischen dem Ebbekamm im Süden und einem weiteren Höhenzug im Norden flachmuldig eingesenkte, überwiegend bewaldete Hochfläche. Die meist wellig-bewegte Landschaft liegt im Wesentlichen zwischen 400 und 450 m ü. NN. Zur Lenne fällt das Gelände über steile Flanken 200 bis 300 m ab. Dort hat sich eine geräumige Talsohle gebildet, die sich erst bei Werdohl aufgrund härterer Gesteine wieder verengt.
Die forstwirtschaftlich genutzten Flächen bestehen meist aus Fichtenwäldern. Die landwirtschaftlichen Flächen werden im Westen des Landschaftsraums als Grünland, im Osten mehr als Ackerland genutzt.

 

Blick über das Mittelbigge-Bergland auf den EbbekammDen zentralen Teil des Naturparks bildet das Mittelbigge-Bergland. Dieses insgesamt schwach gegliederte, recht flache Bergland liegt mit 350 bis 500 m ü. NN etwas tiefer als die im Norden und Südosten angrenzenden Höhenzüge. Nach Südwesten fällt es schroff bis zu 200 m tief zum Oberaggerbergland ab, nach Nordosten neigt es sich zu den 100 m tiefer liegenden angrenzenden Kalkgebieten der Innersauerländer Senken. Die den angrenzenden Höhen vorgelagerten Gebiete (Ebbe-Vorland, Olper Senke), die eher in Nord-Süd-Richtung gegliedert sind, werden von den nach Osten gerichteten Tälern der Lister und Ihne bzw. der Bigge begrenzt.

Die Teil-Landschaften im Norden und Süden werden zum großen Teil als Grünland genutzt, während im Zentrum Wälder vorherrschen. Die Wasserflächen der Bigge- und Listertalsperre prägen das Landschaftsbild der größeren Täler.

 

Die großwellig bewegte Landschaft der Kiersper Bucht im Nordwesten des Naturparks zählt bereits zur Nordbergischen Hochfläche. Die parkartig geprägte Landschaft trägt zahlreiche kleine Wäldchen und Gehölze, zwischen den offenen Fluren.

 

Im Norden umfasst der Naturpark Teile der Attendorn-Elsper Senke. Bei dieser handelt es sich um einen flach wellige, deutlich tiefer als die umgebenden Gebirgszüge liegende Landschaft. Den geologischen Untergrund bildet devonischer Massenkalk, der an den Flanken der tief eingekerbten Bäche und Flüsse (Bigge, Repe, Lenne) mit unter in schroffen Rippen und Felsen zu Tage tritt.
Ackerland-, Grünland- und forstwirtschaftliche Nutzung wechseln sich hier vielfach kleinräumig ab, wobei die offenen Hochflächen vielfach Äcker, die steilen Talflanken dagegen meist Wald tragen.
 

Landschaft auf der Oberbigge-Hochfläche bei RömershagenDen südlichen Abschluß bildet die Oberbigge-Hochfläche, eine von der Bigge und ihren Nebenbächen zerriedelte Hochfläche, an die der schmale Oberbiggeriegel angrenzt, den die Bigge in einer 140 m tiefen Pforte durchbricht. Typisch für diesen Landschaftsraum sind große offene Grünlandbereiche in breiten Quellmulden, die von Waldbändern auf den Höhenzügen eingerahmt werden.

 

 

 

 

Der Oberbiggeriegel ist bereits Teil der Südsauerländer Rothaarvorhöhen, deren lang gestreckte, breite Rücken Ausläufer des Rothaargebirges sind. Die fast durchweg von Wald bedeckten Berge steigen auf knapp 600 m ü. NN und bieten zum Teil großartige Aussichten bis weit ins Hochsauerland.

 

 

 

 

 

Landschaft im Wandel

 

"Ein Tal versinkt"

 

Unter diesem Titel dokumentierte 2005 eine Ausstellung mit zahlreichen historischen Fotografien den Bau der Biggetalsperre und damit eines der Ereignisse, die den Landschaftscharakter des Naturparks in der Neuzeit entscheidend verändert haben.

 

Mit dem Einstau der Biggetalsperre im Jahr 1964 verschwanden im Tal der Bigge reizvolle Wiesenlandschaften und alte Orte von der Landkarte.

 

Blick von Rhode nach Kessenhammer vor dem Einstau

 

Blick von Rhode auf Kessenhammer kurz vor dem Einstau

 

Bigge bei Listernohl

 

Bigge bei Listernohl

 

An die Stelle der Talauen trat die riesige Wasserfläche des Biggesees mit eigenen, wohl nicht minder schönen landschaftlichen Eindrücken entlang seiner Ufer.

 

Auf einer Wanderung entlang des Vorstaubeckens bei Olpe können sich Besucher anhand informativer Schautafeln einen Eindruck vom früheren Zustand der Landschaft im und um das Biggetal herum verschaffen.

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