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Naturpark Ebbegebirge |
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Startseite >> Natur & Landschaft >> Flora & Fauna Eine reiche Tier- und Pflanzenwelt
Im Naturpark Ebbegebirge gibt es sie noch: Tier- und Pflanzenarten, die anderswo längst verschwunden oder so selten sind, dass man sie kaum je zu Gesicht bekommt.
Aus der Erkenntnis heraus, dass naturnahe Mischwälder ökologisch stabiler sind, als reine Fichtenwälder, bemühen sich Waldbesitzer und Forstbehörden seit fast 20 Jahren um eine kontinuierliche Erhöhung des Laubholzanteils und haben dabei beträchtliche Flächen naturnaher Lebensräume für die angestammte Flora und Fauna zurück gewinnen können.
Dies kommt vor allem dem heimlichsten aller Waldbewohner des Naturparks, dem seltenen Schwarzstorch zu Gute, der auf alte Buchenwälder im Umfeld naturnaher Bachläufe angewiesen ist. Eher zu hören als zu sehen ist der Uhu, der in einigen aufgelassenen Steinbrüchen einen Brutplatz gefunden hat.
Zu den besonderen botanischen Kostbarkeiten gehört auch der Eisenhutblättrige Hahnenfuß, der in Nordrhein-Westfalen nur im Ebbegebirge vorkommt.
Die offenen Feuchtwiesenlandschaften sind Heimat seltener Vogelarten wie Braunkehlchen und Wiesenpieper.
Natürlich bietet sich auch reichlich Gelegenheit zur Wildbeobachtung. Rehwild ist überall anzutreffen. Von den ebenfalls häufigen Wildschweinen sieht der Wanderer dagegen meist nur die bei der Nahrungssuche durchwühlten Wald- und Wiesenbereiche. Die dichten Wälder des Ebbegebirges bieten auch dem Rotwild Lebensraum, so dass man während der Brunft im Herbst das Röhren der Hirsche hören kann.
Auch wenn manche der beschriebenen Highlights nur unter fachkundiger Führung zugänglich sind, bieten sich überall im Naturpark vielfältige Möglichkeiten zur Tier- und Pflanzenbeobachtung.
Für Naturliebhaber ist der Naturpark Ebbegebirge in jedem Fall eine lohnende Adresse.
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Pflanze / Tier des Monats
Raubwürger (Lanius excubitor)
Raubwürger im Winterquartier (NSG Mittagsbrüche)
Abwechslungsreiche, halboffene Landschaften, Kleinstrukturen - dies sind nur einige der Ansprüche, die der gut amselgroße Singvogel an seine Umgebung hat und die ihm die Suche nach einem geeigneten Lebensraum erschweren. So stark, dass er deutschlandweit vom Aussterben bedroht und auch im Naturpark Ebbegebirge zu einer echten Rarität geworden ist.
Ist es im Tiefland die großflächige Umwandlung von Wiesen in Ackerland , die dem Raubwürger zusetzt, so bedrohen im Mittelgebirge die Intensivierung der Grünlandnutzung, die Aufforstung von Grenzertragsstandorten und der Flächenverbrauch für Wohn und Gewerbegebiete seine Lebensräume.
Im Naturpark Ebbegebirge trifft man den Raubwürger am ehesten in den weniger stark bewaldeten Arealen wie etwa der Kiersper Bucht, am Rand der Attendorn-Elsper-Doppelmulde oder auf der Oberbigge-Hochfläche im Süden des Naturparks. Am leichtesten kann man ihn während des Winterhalbjahrs beobachten, da nur ein Teil der heimischen Population nach Süden zieht (Teilzieher) und aus nördlicher gelegenen Gebieten Tiere zu uns ziehen.
Erkennen kann man den Raubwürger besonders gut an seinem schwarzen Augenstreif, der sich von der Schnabelbasis über die Augen bis zur Halsseite zieht und sich deutlich vom grauen Kopf und dem fast weißen Brustgefieder abhebt.
Was den Raubwürger zu einer der bemerkenswertesten Arten in unserer Vogelwelt macht ist jedoch weniger sein Gefieder, als vielmehr sein Jagd- und Fressverhalten. Von einer Warte (excubitor= Wächter) hält er nach Beute Ausschau. Ist ein potenzielles Opfer (Mäuse, Großinsekten, Eidechsen…) entdeckt, so wird es mit Hilfe des Hakenschnabels erlegt. Um das Fressen in schnabelgerechte Stücke zu zerteilen muss es nur noch an einen Dorn aufgespießt werden, um es daraufhin geschickt zu zerlegen (Lanius= Fleischer). Aber auch bei Nahrungsüberfluss wird gerne mal eine Astgabel zur Vorratslagerung gebraucht
Der Name Raubwürger kommt also nicht etwa vom "Erwürgen einer Beute", sondern von der Eigenschaft, unverdauliche Nahrungsbestandteile in Form von Gewölle auszuscheiden.
Kleiner Natur-Knigge
Wesentliche Aufgabe des Naturparks ist es, die Belange des Erholungsverkehrs und des Tourismus mit den Belangen des Naturschutzes und den berechtigten Interessen der Grundeigentümer in Einklang zu bringen.
Zur Vermeidung von Unannehmlichkeiten beachten Sie daher bitte folgende Hinweise:
● Fahren und parken Sie nur auf den dafür vorgesehenen öffentlichen Straßen und Parkplätzen.
● Unterlassen Sie wegen der Brandgefahr im Walde das Rauchen und zünden Sie kein Feuer außerhalb der vom Naturpark und seinen Partnern eigens dazu eingerichteten Feuerstellen an.
● Betreten Sie keine Dickungen und Forstkulturen. Sie schädigen ansonsten den heranwachsenden Wald und stören die Tierwelt.
● Führen Sie Hunde bitte an der Leine, damit Wild und Weidevieh keinen Schaden nehmen.
● Bitte bleiben Sie in Naturschutzgebieten unbedingt auf den ausgewiesenen Wanderwegen.
● Schonen Sie Pflanzen und Blumen, denn sie sind zur Freude aller da.
● Respektieren Sie vorhandene Einzäunungen und landwirtschaftliche Nutzflächen.
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