|
Naturpark Ebbegebirge |
|
|
|
|
|
|
|
Startseite >> Natur & Landschaft >> Flora & Fauna Eine reiche Tier- und Pflanzenwelt
Im Naturpark Ebbegebirge gibt es sie noch: Tier- und Pflanzenarten, die anderswo längst verschwunden oder so selten sind, dass man sie kaum je zu Gesicht bekommt.
Aus der Erkenntnis heraus, dass naturnahe Mischwälder ökologisch stabiler sind, als reine Fichtenwälder, bemühen sich Waldbesitzer und Forstbehörden seit fast 20 Jahren um eine kontinuierliche Erhöhung des Laubholzanteils und haben dabei beträchtliche Flächen naturnaher Lebensräume für die angestammte Flora und Fauna zurück gewinnen können.
Dies kommt vor allem dem heimlichsten aller Waldbewohner des Naturparks, dem seltenen Schwarzstorch zu Gute, der auf alte Buchenwälder im Umfeld naturnaher Bachläufe angewiesen ist. Eher zu hören als zu sehen ist der Uhu, der in einigen aufgelassenen Steinbrüchen einen Brutplatz gefunden hat.
Zu den besonderen botanischen Kostbarkeiten gehört auch der Eisenhutblättrige Hahnenfuß, der in Nordrhein-Westfalen nur im Ebbegebirge vorkommt.
Die offenen Feuchtwiesenlandschaften sind Heimat seltener Vogelarten wie Braunkehlchen und Wiesenpieper.
Natürlich bietet sich auch reichlich Gelegenheit zur Wildbeobachtung. Rehwild ist überall anzutreffen. Von den ebenfalls häufigen Wildschweinen sieht der Wanderer dagegen meist nur die bei der Nahrungssuche durchwühlten Wald- und Wiesenbereiche. Die dichten Wälder des Ebbegebirges bieten auch dem Rotwild Lebensraum, so dass man während der Brunft im Herbst das Röhren der Hirsche hören kann.
Auch wenn manche der beschriebenen Highlights nur unter fachkundiger Führung zugänglich sind, bieten sich überall im Naturpark vielfältige Möglichkeiten zur Tier- und Pflanzenbeobachtung.
Für Naturliebhaber ist der Naturpark Ebbegebirge in jedem Fall eine lohnende Adresse.
|
Pflanze / Tier des Monats
Blauflügel-Prachtlibelle (Caleopteryx virgo)
Noch den ganzen Juli hindurch lässt sich diese wunderschöne Libellenart im Naturpark beobachten. Die metallisch blau schimmernden Männchen besetzen ab Mitte Mai an klaren, schnell fließenden Bächen kleine Reviere und umwerben die grünlich schimmernden Weibchen mit auffälligen Balztänzen.
Die aus den Eiern schlüpfenden Larven haben eine unverkennbare stabförmige Gestalt mit sehr langen Beinen. Sie leben 2 Jahre lang räuberisch im Uferbereich der Bäche, bevor sie sich verpuppen und zu den Wesen werden, die Hermann Löns "Sonnenboten und Sommerkündler" nannte.
Übrigens, Libellen können entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben nicht stechen. Sie sind jedoch perfekte Luftjäger, die in wendigem Flug mit Hilfe ihrer Beine, die eine Art Fangkorb bilden, kleinere Fluginsekten erbeuten.
Nah verwandt, jedoch nicht ganz so anspruchsvoll an die Gewässergüte, ist die Gebänderte Prachtlibelle, die noch bis in den September hinein fliegt.
Kleiner Natur-Knigge
Wesentliche Aufgabe des Naturparks ist es, die Belange des Erholungsverkehrs und des Tourismus mit den Belangen des Naturschutzes und den berechtigten Interessen der Grundeigentümer in Einklang zu bringen.
Zur Vermeidung von Unannehmlichkeiten beachten Sie daher bitte folgende Hinweise:
● Fahren und parken Sie nur auf den dafür vorgesehenen öffentlichen Straßen und Parkplätzen.
● Unterlassen Sie wegen der Brandgefahr im Walde das Rauchen und zünden Sie kein Feuer außerhalb der vom Naturpark und seinen Partnern eigens dazu eingerichteten Feuerstellen an.
● Betreten Sie keine Dickungen und Forstkulturen. Sie schädigen ansonsten den heranwachsenden Wald und stören die Tierwelt.
● Führen Sie Hunde bitte an der Leine, damit Wild und Weidevieh keinen Schaden nehmen.
● Bitte bleiben Sie in Naturschutzgebieten unbedingt auf den ausgewiesenen Wanderwegen.
● Schonen Sie Pflanzen und Blumen, denn sie sind zur Freude aller da.
● Respektieren Sie vorhandene Einzäunungen und landwirtschaftliche Nutzflächen.
|