Naturpark

Ebbegebirge

Wasseramsel

Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)

Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium)

Sprossender Bärlapp (Lycopodium annotinum)

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Eine reiche Tier- und Pflanzenwelt

 

Im Naturpark Ebbegebirge gibt es sie noch: Tier- und Pflanzenarten, die anderswo längst verschwunden oder so selten sind, dass man sie kaum je zu Gesicht bekommt.

 

Hainsimsen-BuchenwaldAuch wenn die Fichte heute weite Teile der Wälder des Naturparks dominiert, so sind doch beeindruckende Reste der von Natur aus vorherrschenden Buchenwälder erhalten geblieben.

 

Aus der Erkenntnis heraus, dass naturnahe Mischwälder ökologisch stabiler sind, als reine Fichtenwälder, bemühen sich Waldbesitzer und Forstbehörden seit fast 20 Jahren um eine kontinuierliche Erhöhung des Laubholzanteils und haben dabei beträchtliche Flächen naturnaher Lebensräume für die angestammte Flora und Fauna zurück gewinnen können.

 

Dies kommt vor allem dem heimlichsten aller Waldbewohner des Naturparks, dem seltenen Schwarzstorch zu Gute, der auf alte Buchenwälder im Umfeld naturnaher Bachläufe angewiesen ist. Eher zu hören als zu sehen ist der Uhu, der in einigen aufgelassenen Steinbrüchen einen Brutplatz gefunden hat.

 

GebirgsstelzeIn vielen Quellbächen der Waldgebiete bringt im Frühjahr der Feuersalamander seine Jungen zur Welt und an fast allen größeren Fließgewässern kann man ganzjährig die Wasseramsel (s. Bild oben) beobachten, die im sauberen Wasser nach kleinen Insektenlarven taucht. Auch die Gebirgsstelze zählt zu den Charakterarten der Fließgewässer, genau wie die Blauflügel-Prachtlibelle die man im Mai / Juni vielerorts bewundern kann.

 

MärzenbecherZu den ersten Frühlingsboten der Pflanzenwelt gehören die Märzenbecher, die in den Kalkbuchenwäldern an der Lenne und in schattigen Laubwäldern des Ebbegebirges zum Teil dichte Teppiche bilden.

 

Zu den besonderen botanischen Kostbarkeiten gehört auch der Eisenhutblättrige Hahnenfuß, der in Nordrhein-Westfalen nur im Ebbegebirge vorkommt.

 

Geflecktes KnabenkrautIm April / Mai leuchten überall am Ufer der Bäche goldgelb die Sumpfdotterblumen . Im Juni färben Wiesenknöterich und Kuckucks-Lichtnelke die meisten Talwiesen rosa. Wahre Schatzkammern der Flora und Fauna sind die verbliebenen Wiesen-Niedermoore im Süden des Naturparks. Hier fallen dem Besucher im Frühsommer die weißen Fruchtschöpfe des Wollgrases ins Auge. Eher im Verborgenen blühen dagegen Geflecktes KnabenkrautSumpfblutauge und Fieberklee.

 

Die offenen Feuchtwiesenlandschaften sind Heimat seltener Vogelarten wie Braunkehlchen und Wiesenpieper.

 

Rundblättriger SonnentauZu den Highlights der Tier- und Pflanzenwelt des Naturparks zählen zweifellos die Bewohner der Moorgebiete des Ebbegebirges. Auf den baumfreien oder locker mit Moor- und Karpatenbirken überstellten Hangquellmooren finden sich neben Wollgräsern und Torfmoosen auch Moorlilie, Glockenheide, Moosbeere oder der fleischfressende Rundblättrige Sonnentau. Seltene Schmetterlingsarten wie der Moosbeeren-Perlmutterfalter haben hier einen Rückzugsraum gefunden.

 

Natürlich bietet sich auch reichlich Gelegenheit zur Wildbeobachtung. Rehwild ist überall anzutreffen. Von den ebenfalls häufigen Wildschweinen sieht der Wanderer dagegen meist nur die bei der Nahrungssuche durchwühlten Wald- und Wiesenbereiche. Die dichten Wälder des Ebbegebirges bieten auch dem Rotwild Lebensraum, so dass man während der Brunft im Herbst das Röhren der Hirsche hören kann.

 

MehlschwalbenEingebunden in Wald und Feld und Dank der im Ort oder in Ortsnähe vorhandenen Bauernhöfe sind die vielen kleinen Ortschaften im Frühling von Vogelgesang erfüllt. Beobachten Sie den rasanten Flug der Rauch- und Mehlschwalben, die - je nach Wetterlage - hoch am Himmel oder im Tiefflug über den Wiesen nach Insekten jagen, um Sie dann zu ihren Nestern in den Viehställen bzw. an den Hauswänden zu bringen.

 

Auch wenn manche der beschriebenen Highlights nur unter fachkundiger Führung zugänglich sind, bieten sich überall im Naturpark vielfältige Möglichkeiten zur Tier- und Pflanzenbeobachtung.

 

Für Naturliebhaber ist der Naturpark Ebbegebirge in jedem Fall eine lohnende Adresse.

 

Feuchtwiese mit Kuckucks-Lichtnelken

 

Pflanze / Tier des Monats

 

Blauflügel-Prachtlibelle

(Caleopteryx virgo)

 

Prachtlibellen-Männchen

 

Noch den ganzen Juli hindurch lässt sich diese wunderschöne Libellenart im Naturpark beobachten. Die metallisch blau schimmernden Männchen besetzen ab Mitte Mai an klaren, schnell fließenden Bächen kleine Reviere und umwerben die grünlich schimmernden Weibchen mit auffälligen Balztänzen.

 

Die aus den Eiern schlüpfenden Larven haben eine unverkennbare stabförmige Gestalt mit sehr langen Beinen. Sie leben 2 Jahre lang räuberisch im Uferbereich der Bäche, bevor sie sich verpuppen und zu den Wesen werden, die Hermann Löns "Sonnenboten und Sommerkündler" nannte.

 

Übrigens, Libellen können entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben nicht stechen. Sie sind jedoch perfekte Luftjäger, die in wendigem Flug mit Hilfe ihrer Beine, die eine Art Fangkorb bilden, kleinere Fluginsekten erbeuten.

 

Nah verwandt, jedoch nicht ganz so anspruchsvoll an die Gewässergüte, ist die Gebänderte Prachtlibelle, die noch bis in den September hinein fliegt.

 

 

Kleiner Natur-Knigge

 

Wesentliche Aufgabe des Naturparks ist es, die Belange des Erholungsverkehrs und des Tourismus mit den Belangen des Naturschutzes und den berechtigten Interessen der Grundeigentümer in Einklang zu bringen.

 

Zur Vermeidung von Unannehmlichkeiten beachten Sie daher bitte folgende Hinweise:

 

●  Fahren und parken Sie nur auf

    den dafür vorgesehenen

    öffentlichen Straßen und

    Parkplätzen.

 

●  Unterlassen Sie wegen der

    Brandgefahr im Walde das

    Rauchen und zünden Sie kein

    Feuer außerhalb der vom

    Naturpark und seinen Partnern

    eigens dazu eingerichteten

    Feuerstellen an.

 

●  Betreten Sie keine Dickungen

    und Forstkulturen. Sie schädigen

    ansonsten den heranwachsenden

    Wald und stören die Tierwelt.

 

●  Führen Sie Hunde bitte an der

    Leine, damit Wild und Weidevieh

    keinen Schaden nehmen.

 

●  Bitte bleiben Sie in

    Naturschutzgebieten unbedingt

    auf den ausgewiesenen

    Wanderwegen.

 

●  Schonen Sie Pflanzen und

    Blumen, denn sie sind zur Freude

    aller da.

 

●  Respektieren Sie vorhandene

    Einzäunungen und

    landwirtschaftliche Nutzflächen.

 

 

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