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Naturpark Ebbegebirge |
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Startseite >> Natur & Landschaft Naturpark Ebbegebirge - pure Vielfalt auf über 700 km²
Auf den ersten Blick mag die Naturausstattung einiger anderer deutscher Mittelgebirge spektakulärer sein als die des Ebbegebirges. Wer jedoch genauer hinschaut wird feststellen, dass hier auf eher bescheidener Fläche eine landschaftliche Vielfalt anzutreffen ist, die - gepaart mit einem reichen kulturhistorischen Erbe - ihresgleichen sucht.
Erfahren sie Ihren Besuch im Naturpark als einzigartige Begegnung von Mensch und Natur in historischer Kulturlandschaft !
Wer jemals auf dem Aussichtsturm der Hohen Bracht einen Sonnenaufgang über nebelverhangenen Wäldern erlebt, die Frische und Lebendigkeit des Wassers in den unzähligen Quellbächen des Ebbegebirges gespürt oder staunend am Biggesee den Reiz einer silbern glänzenden Wasserfläche inmitten herbstlich bunter Wälder erlebt hat, der wird bestätigen: Hier gibt die Natur ihr Bestes!
Entdecken Sie also unter den Links "Landschaftsräume" und "Geschichte & Kultur" die vielfältigen Facetten jener alten Kulturlandschaft im Südwesten des Sauerlandes, die sich so viel von ihrer Naturausstattung bewahrt hat. Lassen sie sich von einer Flora und Fauna begeistern, deren Lebensräume wahrlich von europäischer Bedeutung sind und erleben sie die architektonischen Zeugnisse einer wechselvollen Kulturgeschichte.
Freuen Sie sich auf viele spannende Begegnungen mit der Natur, der Geschichte und den Menschen im Naturpark Ebbegebirge. |
Blicke in die Erdgeschichte
An mehreren Stellen des Naturparks finden sich interessante Geotope, die Einblick in die erdgeschichtliche Entwicklung des Naturparks geben. Dazu zählen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Höhlen und Fossilfundstätten.
Die Beschäftigung mit diesen Objekten lohnt sich. In der Öffentlichkeit kaum bekannt ist beispielsweise die Tatsache, dass im Ebbegebirge die ältesten Gesteinsformationen Nordrhein-Westfalens zu Tage treten.
Geotop des Jahres 2009
Kalkfelsen im Biggetal
Kalkfelsen an der Hohen Ley bei Heggen Während des Mitteldevons vor rund 370 Mio. Jahren lag das Gebiet der Attendorn-Elsper-Senke am Rand eines flachen Meeresbereichs (Schelf). Südöstlich davon lag ein tieferer Meeresbereich (Trog), nordwestlich ein großer Festland-Sockel, der Old-Red-Kontinent. Von diesem Festlandsockel gelangten große Sandschüttungen in den Meerestrog. Auf einem von den Sandschüttungen ausgesparten, höher gelegenen Teil des Schelfs, siedelten sich riffbildende Organismen an. Diese bauten allmählich ein rund 100 km² großes Riff auf, das ähnlich wie viele heutige Südsee-Korallenriffe die Form eines Atolls hatte. Über viele Millionen Jahre entstanden in diesem Riffgebilde Kalksedimente von bis zu 950 m Mächtigkeit, deren bedeutendster Teil von den Geologen als Massenkalk bezeichnet wird. Dieser ist ein in der Stein- und Düngemittelindustrie begehrter Rohstoff und wird seit dem 19. Jahrhundert in zahlreichen größeren und kleineren Steinbrüchen der Region abgebaut. Heute ist nur noch der Steinbruch in Grevenbrück in Betrieb. In diesem wird unter anderem jenes Kalkgesteinsmehl hergestellt, das mit Hubschraubern über unseren Wäldern zur Eindämmung der Bodenversauerung ausgebracht wird.
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