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Naturpark Ebbegebirge |
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Startseite >> Attraktionen >> Talsperren Wasser für alle
Mit dem Aufbau der öffentlichen Wasserversorgung entstanden Anfang des letzten Jahrhunderts die ersten Talsperren im Gebiet des Naturparks. Bei den nach dem 2. Weltkrieg erbauten Talsperren stand nicht mehr die Trinkwassergewinnung, sondern die Wasserstandsregulierung von Ruhr und Lenne im Vordergrund.
Die jüngste Talsperre des Naturparkgebietes und mit einem Stauvolumen von 150 Mio m³ zugleich eine der größten Talsperren Deutschlands ist die Biggetalsperre zwischen Olpe und Attendorn. Die Planungen reichen bis ins Jahr 1938 zurück, Baubeginn war jedoch erst 1956. Der Einstau war im Jahr 1965 vollendet. Bis dahin mussten 2.550 Menschen aus den Ortschaften im alten Biggetal umgesiedelt werden. Rund 68 km neuer Straßen und Wege entstanden und sogar die Bahnstrecke von Olpe nach Finnentrop wurde verlegt. Von den bewegten Zeiten rund um den Bau dieser Talsperre erzählen - teils mit historischen Tondokumenten - zwei kostenlose Podcasts im Rahmen des Naturpark-Projektes "Landschaft die ins Ohr geht"©. Vorrangiger Grund zur Errichtung der Biggetalsperre war die Wasserstandsregulierung von Ruhr und Lenne. 40 % allen Zuschusswassers der Talsperren im Einzugsgebiet der Ruhr stammen aus dem Biggesee.
Innerhalb weniger Jahre wurde der Biggesee mit seiner 865 ha großen Wasserfläche zu einem zentralen touristischen Anziehungspunkt der Region. Wander- und Radwege führen kilometerweit direkt am See entlang und durch die umliegenden Wälder. Mehrere Campingplätze liegen unmittelbar in der Nähe des Sees. Ob Segeln, Surfen, Paddeln, Angeln oder Tauchen, alle Wassersportbegeisterten kommen am Biggesee voll auf ihre Kosten. Wer den Biggesee eher gemütlich erkunden will, kann dies während einer rund 2-stündigen Rundfahrt (mit Zusteigemöglichkeiten) auf den beiden Fahrgastschiffen der Personenschifffahrt Biggesee tun.
Die ursprünglich eigenständig konzipierte und bereits 1912 erbaute Listertalsperre ist mittlerweile ein Vorstaubecken der Biggetalsperre. Ihr Stauvolumen beläuft sich auf rund 22 Mio m³. Sie dient überwiegend der Trinkwassergewinnung. Dennoch bestehen auch am Ufer der Listertalsperre verschiedene Möglichkeiten zum Baden, Paddeln, Surfen und Segeln.
In den Jahren 1904 - 1906 wurde auf dem Gebiet der Stadt Kierspe die Jubach-Talsperre errichtet. Mit ihrem eher bescheidenen Stauvolumen von 1,05 Mio m³ dient auch sie vorrangig der Trinkwasserversorgung. Wanderer können Sie auf einem 2,7 km langen Weg umrunden.
Zeitgleich wurde auch der Ebbebach westlich von Himmelmert (Stadt Plettenberg) zur Oester-Talsperre aufgestaut. Die 231 m lange und 36 m hohe Stamauer besteht aus Bruchsteinen und wurde, wie auch die Staumauern der Fürwigge- und Jubach-Talsperre von dem Aachener Professor Otto Intze konstruiert. Die Baukosten beliefen sich auf 1,15 Mio Goldmark. Das Stauvolumen beträgt rund 3,1 Mio m³. Sie dient gleichzeitig der Wasserstandsregulierung der Ruhr, der Brauchwasserentnahme und dem Erholungsverkehr. Interessantes zum Bau der Oestertalsperre erfahren sie hier.
1908 - 1912 entstand ganz im Westen des Naturparkgebietes die Kerspetalsperre. Die Staumauer selbst liegt bereits außerhalb des Naturparks im Oberbergischen Kreis.Mit ihrer Wasserfläche von rund 150 ha fasst sie ein Stauvolumen von 15,5 Mio m³. Sie dient der Trinkwasserversorgung der Städte Wuppertal, Wipperfürth und Remscheid.
Ein reines Trinkwasserreservoir ist die in den Jahren 1950 - 1952 auf dem Gebiet der Stadt Meinerzhagen errichtete Genkeltalsperre. Sie fasst ein Volumen von 8,2 Mio m³. An ihrem Vorstaubecken liegt das alter Rittergut Listringhausen.
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